Richtig gute Webtexte schreiben – so klappt es!

Wer im Internet erfolgreich sein möchte, braucht gute Texte. Texte, die Leser gerne lesen und die sie begeistern. Das gilt für einen Blog-Beitrag genauso wie für einen Ratgeber-Text oder andere Online-Artikel. Webtexte müssen unabhängig von der Textart bestimmte Kriterien erfüllen, damit sie bei den Lesern gut ankommen. Welche Kriterien das sind und worauf Sie beim Schreiben von Webtexten achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

So schreiben Sie gute Texte für das Internet

Wenn Sie Texte für das Internet schreiben, sollten Sie immer eines im Hinterkopf behalten: Das Leserverhalten ist im Internet völlig anders als bei gedruckten Texten. Das Lesen am Bildschirm ist für die Augen deutlich anstrengender als bei gedruckten Texten. Außerdem sind die Leser in den meisten Fällen auf der Suche nach bestimmten Informationen.

Aus diesem Grund müssen Webtexte zwei wichtige Kriterien erfüllen:

  1. Sie müssen leicht zu lesen sein.
  2. Sie müssen relevant sein, das Informationsbedürfnis des Lesers befriedigen und einen Mehrwert bieten. Das bedeutet nichts anderes als: inhaltlich gut sein.

Mit den folgenden 9 Tipps erfüllen Sie diese beiden Kriterien.

9 Tipps für gute Webtexte

1. Schreiben Sie klar und einfach

Dieser Punkt bezieht sich auf Ihren Sprachstil. Bei Thomas Mann darf ein Satz über eine halbe Seite und mehr gehen. Bei einem Webtext nicht. Vermeiden Sie lange, ineinander verschachtelte Sätze. Das bedeutet nicht, dass Sie in einem Webtext vollständig auf Nebensätze verzichten sollten. Sie sollten jedoch sparsam damit umgehen. Nebensätze sollten Sie außerdem möglichst nachstellen und nicht einschieben. Als gute Länge gelten weniger als 20 Wörter pro Satz.

2. Verwenden Sie aktive Formulierungen und sprechen Sie Ihre Leser direkt an

Sprechen Sie Ihre Leser in Ihren Texten direkt mit „Du“ oder „Sie“ an. Das ist viel persönlicher als Formulierungen mit „man“. Außerdem vermeiden Sie mit der direkten Ansprache passive Formulierungen. Der Text wirkt dadurch persönlicher und lebendiger. Der Leser fühlt sich stärker angesprochen.

3. Das Wichtigste kommt an den Anfang

Bei einem Webtext kommen die wichtigsten Informationen an den Anfang. Im weiteren Verlauf vertiefen Sie diese Informationen. Nutzen Sie eine aussagekräftige Überschrift und einen Teaser, in dem der Leser erfährt, worum es geht und der seine Neugier weckt. Vertiefen Sie in den folgenden Abschnitten die Inhalte. Durch diesen Aufbau nehmen Leser die zentralen Aussagen in jedem Fall mit. Auch, wenn sie nach der Hälfte des Textes abspringen.

4. Gliedern Sie Webtexte mit Zwischenüberschriften und Hervorhebungen

Wenn Sie einen Webtext schreiben, machen Sie viele Absätze und verwenden Sie aussagekräftige Zwischenüberschriften. Das hat gleich mehrere Vorteile: Sie lockern den Text optisch auf. So vermeiden Sie „Bleiwüsten“, also endlos langen Fließtext, der den Leser ermüdet.

Mit den Zwischenüberschriften machen Sie Ihren Text außerdem leicht scanbar. Viele Leser überfliegen den Text nämlich und steigen lediglich an den Stellen tiefer ein, die ihnen relevant erscheinen. Zwischenüberschriften sind dabei sehr hilfreich. Weitere Ankerpunkte können Sie durch Hervorhebungen bieten. Fetten Sie wichtige Begriffe im Text.

5. Verwenden Sie Aufzählungen

Aufzählungen sind ein weiteres Mittel, mit dem Sie Ihren Text gut auflockern können. Ähnlich wie Zwischenüberschriften und Hervorhebungen lassen Sie sich schnell und leicht erfassen.

6. Jeder Webtext steht für sich

Schreiben Sie jeden Webtext so, als ob er alleine steht. Er muss für einen Leser verständlich sein, ohne dass er andere Texte von Ihnen gelesen hat. Setzen Sie kein Wissen aus Ihren früheren Texten voraus. Viele Leser kommen über eine Suchanfrage bei einer Suchmaschine und kennen noch keine weiteren Texte Ihrer Seite. Für diese Leser muss Ihr Webtext genauso verständlich sein, wie für einen Stammleser.

7. Schreiben Sie Webtexte mit Mehrwert

Mehrwert bedeutet vor allem, dass Ihr Text inhaltlich relevant sein muss. Am besten versetzen Sie sich in Ihre Leser. Welche Erwartungen haben sie? Kommen Sie mit einem Problem, für das sie eine Lösung suchen? Je besser Sie das Anliegen Ihres Lesers erfüllen, desto höher ist der Mehrwert Ihres Textes.

8. Wählen Sie die richtige Länge

Schreiben Sie grundsätzlich so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Auf diese Weise bleibt Ihr Text informativ. Die richtige Länge können je nach Thema 100 oder auch 1.000 Wörter sein. Das hängt von Ihrem Thema aber auch von der Erwartung Ihrer Leser ab.

9. Setzen Sie Links

Mit Links werten Sie einen Webtext deutlich auf. Sie liefern dem Leser damit weitere Informationen und erfüllen dadurch automatisch den vorangegangenen Punkt: Sie bieten Mehrwert. Dabei können Sie interne Links genauso verwenden wie Links zu fremden Seiten. Internen Links sollten Sie den Vorrang geben. Auf diese Weise halten Sie den Leser auf Ihrer eigenen Seite.

Fazit

Gute Webtexte sind leicht lesbar. Das können Sie schon am Layout erkennen. Wirkt der Text locker und übersichtlich? Können Ihre Leser ihn schnell überfliegen und dabei schon die wichtigsten Informationen aufnehmen? Dann haben Sie die wichtigsten Kriterien schon erfüllt. Ist Ihr Webtext außerdem informativ, inhaltlich fundiert und bietet er einen Mehrwert für Ihre Leser, haben Sie es geschafft: Sie haben einen guten Webtext geschrieben.

Bildnachweis: Photo by Glenn Carstens-Peters on Unsplash

 

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