Hochwertiger Content – 6 Kriterien, wie Sie ihn erkennen und selber produzieren

Hochwertiger Content ist gefragt. Suchmaschinen wollen ihn, Leserinnen und Leser lieben ihn. Was genau ist aber hochwertiger Content? Wie sieht er aus und – noch wichtiger – wie erstellen Sie ihn? Hier erfahren Sie es.

Warum ist hochwertiger Content so wichtig und woran erkenne ich ihn?

Die Frage, wann Content gut ist oder nicht, lässt sich nicht so leicht beantworten. Das liegt daran, dass die Beurteilung von Content wie bei einem Buch, einem Film oder Musik immer zu einem Teil subjektiv ist. Dennoch gibt es eine Reihe von Kriterien, die hochwertiger Content erfüllen sollte. Dabei spielen inhaltliche Kriterien ebenso eine Rolle wie formale.

1. Formale Kriterien für hochwertigen Content

Guten Content erkennen Sie daran, dass er bestimmte formale Kriterien erfüllt. Der Text sollte fehlerfrei und in einer einfachen, verständlichen Sprache verfasst sein. Das erleichtert zum einen das Lesen am Bildschirm. Zum anderen sollten Sie immer davon ausgehen, dass auch Menschen ohne akademischen Abschluss Ihre Texte lesen. Wichtig ist außerdem eine klare Gliederung. Sie erleichtert ebenfalls die Verständlichkeit eines Textes.

Das kommt Ihnen alles irgendwie bekannt vor? Richtig! Hochwertiger Content erfüllt immer auch die Kriterien für gute Webtexte. Welche das sind, habe ich bereits in einem früheren Blogartikel beschrieben: Richtig gute Webtexte schreiben – so klappt es!

2. Fangen Sie Ihre Leserinnen und Leser ein

Eine klare Struktur im Textaufbau macht einen Text nicht nur leicht verständlich. Richtig eingesetzt, weckt sie bei Ihren Leserinnen und Lesern Interesse. Verwenden Sie deshalb eine prägnante Überschrift, einen überzeugenden Teaser und nicht zuletzt eine gute Meta-Description. Mit diesen drei Elementen wecken Sie das Interesse Ihrer Leserinnen und Leser.

3. Strategie

Content kann noch so gut sein. Wenn Sie ihn ohne Strategie einsetzen, verschenken Sie viel Potenzial. Welches Ziel verfolgen Sie also mit Ihrem Content-Projekt? Möchten Sie sich als Experte zu einem Thema positionieren und so Ihre Bekanntheit steigern? Möchten Sie unterhalten? Behalten Sie dieses Ziel bei der Wahl Ihrer Themen immer im Auge. Bringen Sie Ihr Ziel und Ihre Themen mit den Interessen Ihrer Zielgruppe in Einklang. Je besser Ihnen das gelingt, desto größer ist der Nutzen für Ihre Leserinnen und Leser. Oder, anders gesagt, desto größer ist der Mehrwert für Ihre Leserinnen und Leser.

4. Versetzen Sie sich in Ihre Leserinnen und Leser

Um Ihre Leserinnen und Leser zu gewinnen, versetzen Sie sich so gut wie möglich in deren Situation. Zu welchem Thema suchen sie Informationen? Zu welchem Problem suchen sie eine Lösung oder einen Ratgeber? Wie suchen sie nach diesen Informationen und Lösungen in den Suchmaschinen? Optimieren Sie Ihren Text auf diese Anfrage.

5. Liefern Sie Lösungen

Wenn Sie wissen, welches Problem Ihre Leserinnen und Leser beschäftigt oder welche Informationen sie suchen, dann liefern Sie eine passende Lösung in Ihrem Text. Beachten Sie dabei die folgenden vier Punkte:

1. Seien Sie einzigartig
Dass kopierte Texte bei Google nicht gut ankommen, dürfte sich rumgesprochen haben. Liefern Sie auch nicht den zweiten, dritten oder zehnten Aufguss zu einem Thema. Natürlich können Sie das Rad nicht neu erfinden. Letztlich ist fast jedes Thema schon einmal irgendwo behandelt worden. Dann geben Sie ihm aber eine persönliche Note oder nehmen Sie einen besonderen Blickwinkel ein, der zu Ihrer Content-Strategie und den Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe passt.

2. Sagen Sie die Wahrheit
Recherchieren Sie Ihre Themen gründlich und gewissenhaft. So vermeiden Sie, dass sie Halbwahrheiten oder Mythen weiterverbreiten.

3. Seien Sie aktuell
Niemand möchte wissen, wie sein Problem vor drei Jahren gelöst worden wäre. Nehmen Sie Bezug zu aktuellen Entwicklungen und Erkenntnissen.

4. Seien Sie relevant
Nichts ist schlimmer, als ein künstlich in die Länge gezogener Text oder völlig sinnfreie Ausschweifungen. Bleiben Sie bei Ihrem Thema. Schweifen Sie nicht ab. Wenn alles Wichtige gesagt ist, dann ist alles gesagt. Vergessen Sie daher pauschale Längenempfehlungen für hochwertigen Content. Ich halte es da mit Karl Kratz. Seine Empfehlung: „So lang wie geil. Eher etwas kürzer.

6. Das Auge isst mit

Genauso wie beim Essen gilt auch für Texte: Das Auge isst mit. Die berühmte Bleiwüste liest sich am Bildschirm noch schwieriger als in gedruckter Form. Lockern Sie deshalb Ihren Text auch optisch auf. Wenn Sie die Kriterien für gute Webtexte berücksichtigen, haben Sie schon einen wichtigen Schritt getan. Reichern Sie Ihren Text zusätzlich mit Bildern an. Noch besser sind Infografiken. Tabellen sind ebenfalls gut geeignet, um den Text aufzulockern.

Fazit

Hochwertiger Content sollte inhaltlich fundiert sein und den Kriterien für gute Webtexte entsprechen. Das macht ihn gut lesbar und informativ. Wichtig ist in jedem Fall außerdem, dass Sie die Strategie hinter Ihrem Content-Projekt, die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe und Ihr Thema in Einklang bringen. Je besser Ihnen das gelingt, desto erfolgreicher ist Ihr Content bei Ihren Leserinnen und Lesern und bei den Suchmaschinen.

 

Bildnachweis: Photo by NordWood Themes on Unsplash